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Eysturoy
Eysturoy [] (dänisch: Østerø, deutsche Bedeutung: Ostinsel) ist die zweitgrößte Insel der Färöer im Nordatlantik. Sie liegt, durch einen Sund getrennt, östlich der Hauptinsel Streymoy.
- Fläche: 286,3 km²
- Einwohner: 10.586 (31. Dezember 2002)
- Bevölkerungsdichte: 37,0 Ew./km²
- Höchster Berg: Slættaratindur, 882 m (höchster Berg der Färöer)
- Anzahl der Gipfel: 66
Slættaratindur
Mit diesen Daten ist Eysturoy nicht nur die zweitgrößte färöische Insel, sondern auch bezüglich der Bevölkerungszahl auf Rang 2. Wichtige Zentren sind Fuglafjørður im Norden und das Ballungsgebiet der Kommunen Runavík und Nes/Toftir im Süden.
Eysturoy ist durch eine Autobrücke mit Streymoy verbunden. Die Insulaner bezeichnen sie (scherzhaft) als einzige Autobrücke über den Atlantik. Das Siedlungsgebiet von Runavík wurde von der Hauptstadt Tórshavn früher schneller mit der Autofähre erreicht. Heute ist man gezwungen, die 63 Kilometer nach Toftir auf der Landstraße zu fahren. Wichtiger lokaler Fährhafen ist auch Leirvík an der Ostküste. Von hier gelangt man zu den Nordinseln mit der zweitgrößten färöischen Stadt Klaksvík. Ab August 2006 wird auch diese Fähre eingestellt, wenn der 6,2 km lange Nordinselntunnel eröffnet wird, der planmäßig im Juni 2005 durchstochen wurde.
Bekannteste Sehenswürdigkeiten auf Eysturoy sind Eiði (malerische Lage in einer dramatischen Landschaft); Gjógv, eines der beliebtesten Fotomotive durch seinen kleinen natürlichen Hafen in einer Felsspalte; Gøta mit dem Museum Blásastova; und die Thermalquelle von Fuglafjørður (varmakelda), die vom vulkanischen Ursprung des Archipels zeugt.
An der Nordspitze Eysturoys befinden sich auch die sagenumwobenen Basaltsäulen Risin und Kellingin.
Kategorie:Insel (Färöer)
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Dänische Sprache
Die dänische Sprache, kurz Dänisch (dänisch dansk [sprog]), gehört zu den germanischen Sprachen und dort zur Gruppe der skandinavischen Sprachen.
Sie ist die Amtssprache in Dänemark und zweite Amtssprache in Grönland (neben Grönländisch) und auf den Färöern (neben Färöisch, meist in der Varietät Gøtudanskt) und Verkehrssprache in Island (als ehemalige Kolonialsprache).
Weiterhin ist sie als Minderheitensprache in Schleswig-Holstein (dän. Slesvig-Holsten) durch dessen Landesverfassung besonders geschützt. Das Dänisch im ehemaligen Dänisch-Westindien ist im 20. Jahrhundert verschwunden.
In Dänemark wird das Dänische von ca. 5 Millionen Muttersprachlern gesprochen. Weitere ca. 330.000 Muttersprachler verteilen sich vor allem auf Deutschland (das bis 1864 dänische Südschleswig (dän. Sydslesvig), Zentrum ist hier Flensburg (dän. Flensborg) mit ca. 20.000 Sprechern), Grönland und die Färöer (beide politisch zu Dänemark gehörend), aber auch auf Kanada, Norwegen, Schweden und die USA.
Obwohl es vom Wortschatz her stark vom Plattdeutschen beeinflusst ist, ist die Sprachgrenze zu (nieder-)deutschen Dialekten keine fließende, sondern eine „harte“. Diese verlief historisch an der Eider.
Der Language Code ist da bzw. dan (nach ISO 639).
Interskandinavisch und Dialekte
Die Bokmål-Variante des Norwegischen ist linguistisch gesehen auch ein dänischer Dialekt. Kulturhistorisch wird es aber als eigene Sprache gezählt und auch von seinen Sprechern deutlich so empfunden. Zusammen mit Schwedisch bilden Dänisch und Norwegisch die virtuelle „interskandinavische Sprache“, was nichts anderes bedeutet, als dass es diese Sprache nirgends in Schriftform gibt, und alle drei linguistisch gesehen Dialekte, also gegenseitig verständlich, sind, wobei aber Schwedisch kein Dialekt des Dänischen ist, sondern beide Dialekte des „Interskandinavischen“ (Kontinentalskandinavisch im Gegensatz zum Inselskandinavisch auf den Färöern und in Island). Ein Beispiel hierfür ist, dass man auf den Färöern von Muttersprachlern durchaus gefragt wird, ob man Skandinavisch (nicht Dänisch) spräche. In dem Fall würden sie dann aber Dänisch sprechen.
Dänisch selber zerfällt in diverse zum Teil gegenseitig nur schwer verständliche Dialekte. Gelehrte Standardsprache ist das so genannte Radio Københavnsk (wörtlich: Radio Kopenhagisch, also durch Radio und Fernsehen im ganzen Land verständlich), welches sich zum Beispiel deutlich von den in Jütland (und dort besonders im Süden) gesprochenen Dialekten unterscheidet.
Die Bedeutung von Dialekten nahm jedoch in den letzten Jahrzehnten sehr ab, der Grund ist die Verbreitung der Standardsprache, welche die Dialekte verdrängt.
„Verwandt“ mit dem Dänischen ist das Petuh in Flensburg. Es beruht teilweise auf dänischer Grammatik (Satzbau), einer Reihe Danismen, ist aber vom Wortschatz her dem Plattdeutschen sehr ähnlich, so dass es dort eingeordnet und auch als Petuh-Tanten-Deutsch bekannt ist. Es stammt aus dem 19. Jahrhundert und kann vielleicht als der Versuch von Dänen verstanden werden, Deutsch zu sprechen. Vergleiche hierzu auch: Missingsch
Weiter gab es bis ins 20. Jahrhundert das Kreoldänische in Dänisch-Westindien, das aber mit seinem letzten Sprecher ausgestorben und auch nicht schriftlich überliefert ist.
Danistik und Dänischunterricht
Danistik ist die dänische Philologie. Sie gehört zur Skandinavistik und wird zum Beispiel an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel gelehrt.
In Südschleswig gibt es eine Reihe dänischer Schulen, die in erster Linie für die dänische Minderheit gedacht sind, aber auch von Kindern deutscher Muttersprachler besucht werden können, wenn sich die Eltern ebenfalls Dänisch aneignen (Elternabende finden in der Regel auf Dänisch statt).
Bekannteste und traditionsreichste dänische Schule in Deutschland ist die Duborg Skolen in Flensburg. Sie ist bis jetzt das einzige dänische Gymnasium in Deutschland. Ein zweites ist in Schleswig in Planung.
In Schleswig-Holstein gibt es darüber hinaus eine Reihe von deutschen Schulen, an denen Dänisch als dritte Fremdsprache angeboten wird.
Danismen
Aus dem Dänischen stammende bzw. entlehnte Wörter heißen Danismen. Der weltweit bekannteste Danismus ist der Name des Spielzeugs Lego (aus dänisch: leg godt! - spiel gut!). Andere bekannte Danismen sind: hyggelig (gemütlich, malerisch, nett, …) und Pølser (Würstchen).
Viele Orts- und Familiennamen in Südschleswig sind auch dänischer (altskandinavischer) Herkunft. So zum Beispiel alle Orte mit -by (wie in Husby), -rup (Sörup) und -wig (Schleswig dän.: Slesvig).
Wie man am Telefonbuch von Flensburg leicht erkennen kann, sind dort Familiennamen mit -sen am Ende üblich. Bis zum 19. Jahrhundert hatte es einen dänischen Bevölkerungsanteil von über 80 %, der sich nur zum Teil eingedeutscht hat. Namen wie Petersen, Hansen, Jacobsen usw. künden noch von dieser Zeit.
Eine nennenswert von Danismen beeinflusste Sprache ist das Färöische. Es sind quasi die einzigen Fremd- und Lehnwörter, die diese Sprache „zulässt“ (wobei es schwierig ist, sie als reine Danismen zu identifizieren, da sie auch als „Interskandinavismen“ empfunden werden können). Aus dem Dänischen kommende Anglizismen werden hier in der gehobenen Sprache aber nicht entlehnt.
Norwegisch (Bokmål) ist ebenfalls stark von Danismen beeinflusst. Dies hängt mit der über 400-jährigen Union Norwegens mit Dänemark zusammen. In der norwegischen Geschichte wird diese Epoche vor allem als Fremdherrschaft empfunden und auch als 400-Jahre-Nacht (so Henrik Ibsen) bezeichnet.
Fremdsprachliche Einflüsse auf das Dänische
Besonders bedeutend ist der Einfluss des Deutschen, speziell (und über Vermittlung durch die geographische Nähe) des Niederdeutschen zu allen Zeiten. So besteht ein großer Teil des dänischen Vokabulars aus niederdeutschen Lehnwörtern und Lehnübersetzungen. Das macht für Deutsche das Erlernen und Sprechen des Dänischen einfacher. Viele Begriffe kann man durch Raten selber finden, wenn man weiß, auf welche Art ins Dänische lehnübersetzt wurde.
Deutsch war bis ins 19. Jahrhundert gleichzeitig Sprache am dänischen Hof. Es galt also als vornehm, ähnlich wie Französisch am preußischen Hof. Das beförderte die Übernahme deutscher Begriffe nicht unwesentlich.
Im heutigen Dänisch gibt es – wie im Deutschen auch – eine große Anzahl von Internationalismen (in den letzten Jahrzehnten verstärkt Anglizismen). Das geht so weit, dass Dänen sich auf Angloamerikanisch grüßen: Hej! wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von den US-Amerikanern übernommen (aus amerik.: Hi!). Jedenfalls erleichtert dieser Umstand auch das Lernen, Lesen und Sprechen des Dänischen, da ganz viele Fremd- und Lehnwörter vertraut sind.
Aber: Dänisch ist dennoch eine skandinavische Sprache, also existiert – wie oben schon erwähnt – eine harte Sprachgrenze. Diese Grenze unterscheidet es im eigentlichen Kern der Sprache mehr vom Deutschen, als es das Englische tut, was ja trotz seiner westgermanischen Herkunft nicht unbedingt durch alle uns bekannten Anglizismen plötzlich „verständlich“ ist.
Kurz: Die fremdsprachlichen Einflüsse des Deutschen und Englischen (als Mittler von weiteren Internationalismen) erleichtern das Erlernen des dänischen Wortschatzes, sie erschließen aber nicht die Sprache an sich.
Das dänische Alphabet
Das dänische Alphabet enthält unter anderem alle im Deutschen auch bekannten 26 Buchstaben von A–Z in der gleichen Reihenfolge. Der Unterschied liegt darin, dass das Dänische keinen der deutschen Umlaute (ä, ö, ü) und auch nicht das ß verwendet. Dafür gibt es drei typische Sonderzeichen:
Æ, æ: Typographisch gesehen ist das Æ eine Ligatur aus A und E. Es entspricht dem deutschen Ä.
Ø, ø: Das Ø ist typographisch gesehen immer ein O mit einem nach rechts geneigten Schrägstrich, der an beiden Enden über das O herausragt. Es entspricht dem deutschen Ö.
Å, å: Das Å ist mit der dänischen Rechtschreibreform von 1948 eingeführt worden. Es ersetzt das ältere Aa, aa. Dieser Buchstabe hat im Deutschen keine graphische Entsprechung. Der Kringel auf dem Å wird als ein kleines O verstanden, womit angedeutet wird, dass es sich hier ursprünglich um einen A-Laut gehandelt hat, der, wenn kurz ausgesprochen, sehr stark zum O tendiert. Die Stadt Ålborg wird z. B. wie „Ollborg“ ausgesprochen. Handelt es sich aber um ein langes Å, wird es wie U in „und“ ausgesprochen, d. h. Ångstrøm wird als „Ungström“ ausgesprochen. Niederdeutschen Sprechern ist dieser Laut allerdings bekannt, z. B. in maken (hochdt.: machen). Das Aa existiert nur noch in Eigennamen und auf „antiken“ Beschriftungen, aber nicht mehr in der sonstigen Schriftsprache. Seit 1984 ist bei Ortsnamen jedoch wieder die Schreibung mit Aa zulässig, und einige Orte wünschen diese alte Schreibweise. Siehe hierzu Aabenraa.
Auch sonst kennt das Dänische keine Vokalverdopplungen in der Schrift, wohl aber bei Konsonanten.
Diese drei Sonderbuchstaben werden anders als die Umlaute im Deutschen (Wörterbuch) nicht unter A und O einsortiert, sondern stehen immer am Ende des Alphabets, also so:
A, B, C, [...] X, Y, Z, Æ, Ø, Å
Im deutschen Schriftsatz gilt, dass diese drei Buchstaben in dänischen Namen, Stichwörtern und Zitaten oder gar im Gebrauch des Dänischen selbst niemals mit Ä, Ö, und Aa umschrieben werden sollen (obwohl Dänen das dennoch entziffern könnten). Das gilt analog für das Internet. Ausnahmen bilden nur Eigennamen wie Kierkegaard.
Tipp für Computerbenutzer: Anstatt sich die Zahlencodes für diese Zeichen zu merken (oder um sie zu erlernen), gibt es (zumindest bei Windows) das Programm charmap (Character Map) das über Start > Ausführen > „charmap“ zu erreichen ist.
Die dänische Phonologie ist für Deutsche das Hauptproblem beim Spracherwerb des Dänischen. Sie ist so kompliziert, dass sie nicht in einfache Regeln gefasst werden kann, und gleichzeitig weicht sie in den existierenden Dialekten auch erheblich voneinander ab.
Die meisten Deutschen (die nicht auf einer der o. a. dänischen Schulen waren) werden es wohl kaum schaffen, ein Dänisch zu sprechen, das von den Muttersprachlern selber zumindest als ein Dialekt aus ihrem Lande erkannt wird. Was aber durchaus möglich ist, ist eine flüssige Aussprache des Dänischen, die zumindest im interskandinavischen Gespräch völlig ausreicht und natürlich auch von jedem Dänen verstanden wird. So werden Deutsche, die einigermaßen fließend Dänisch beherrschen, oft gefragt, ob sie Norweger seien. Das ist in Dänemark dann als Lob zu verstehen.
Wichtigste Besonderheiten
Der Stoßlaut (Stød)
Der Stød ['sdøð] ist ein Glottisschlag [], wie er in vielen Varietäten des Deutschen vorkommt, beispielsweise in beachte []. Er kommt so häufig (und betont) und an für Deutschsprecher so ungewohnten Stellen vor (nämlich nach Vokal und vor Konsonant bzw. am Wortende), dass er den gesamten Charakter der dänischen Lautung dominiert. Hinzu kommt, dass es im Dänischen keine einheitlichen Regeln dafür gibt, wo und wann der Stød genau Anwendung findet. Dies ist nicht nur eine Frage des Dialekts, sondern auch des Soziolekts, wobei gilt, dass gehobenere Schichten den Stød öfters verwenden und dass er im Süden Jütlands weniger vorkommt.
Der dänische Stød hat in seinen skandinavischen Verwandten, dem Schwedischen und dem Norwegischen, seine Entsprechung im musikalischen Akzent.
Begnügt man sich mit einer interskandinavischen Aussprache des Dänischen, kann man den Stød auch ganz weglassen und wird dennoch verstanden. „Dänisch“ spricht man dann aber nicht.
Zudem gibt es einige Fälle, in denen gleichgeschriebene Wörter durch den Stød einen Bedeutungsunterschied erfahren, z. B. ['änən] 'anderer' ~ ['än’ən] 'die Ente', ['ånən] 'das Atmen' ~ ['ån’ən] 'der Geist', ['hεnər] 'geschieht' ~ ['hεn’ər] 'Hände'.
Das weiche D
Für die deutsche Zunge noch schwieriger ist das weiche D. Historisch entstammt es dem altskandinavischen „Ett“, das heute nur noch in Island und auf den Färöern in der Schriftsprache verwendet wird: Ð, ð. Das kleine ð ist bekannt aus der Lautschrift für einen weichen Reibelaut, bei dem eine Enge zwischen Zunge und Zähnen gebildet wird, so wie im englischen the. Es wird auch in der Lautschrift zur Bezeichnung des dänischen weichen D verwendet.
Nur wird es im Dänischen erstens nicht am oberen sondern am unteren Zahndamm artikuliert, und zweitens kommt es nie im Anlaut eines Wortes oder einer Silbe vor.
In der Schrift ist das weiche D stets mit /d/ bezeichnet. Eine bedeutungsunterscheidende Funktion hat es nicht.
Neben dem Stød ist es das zweite Hauptcharakteristikum der gesprochenen dänischen Sprache, wo dann die Kombination von beiden den typischen „weichen“ Klang (im Vergleich etwa zum Norwegischen) ergibt.
Vokalqualitäten
Die dänischen Vokale ähneln den deutschen, doch sind manche nicht identisch. Grundsätzlich verdunkeln sich alle Vokale vor oder nach dem /r/ (welches nie gerollt wird). Das /a/ wird heller ausgesprochen (ähnlich dem Englischen), und das Å ähnelt je nach Kürze oder Länge verschiedenen Arten des [o] (mit Tendenz zum [a], wenn es lang ist, wird es wie u in „und“ ausgesprochen).
Am ungewohntesten ist vielleicht die typische helle Aussprache des kurzen /i/. Diese kann am einfachsten erlernt werden, wenn man bei kurzem /i/ immer versucht, ein kurzes [e] zu artikulieren.
„Verschlucken“ von Konsonanten
...und daraus oft Bildung von Diphthongen
Wenn beklagt wird, dass das Dänische bei weitem nicht so gesprochen wie es geschrieben wird, so liegt das zum großen Teil nicht nur am weichen D, sondern auch am Verschlucken diverser geschriebener Konsonanten in der Aussprache.
Betroffen hiervon sind meist im Auslaut oder im Wortinneren befindliche /g/, /t/ und oft auch des /d/ und anderer Konsonanten.
Zum Beispiel wird det (deutsch: das) nicht etwa [det] ausgesprochen, sondern immer [de].
-er im Auslaut verfärbt sich wie im Deutschen zu einer Art Vokal, nur nicht wie im Berlinischen von Hammer zu [hamma], oder im Niederdeutschen zu [hammä], sondern zu einer Art [hammå].
Und so gibt es viele weitere Ausspracheregeln und (-Ausnahmen), welche den praktischen Sprachunterricht unumgänglich machen, will man das Dänische vervollkommnen. An Universitäten dauert die Vermittlung der dänischen Phonologie ein komplettes Semester.
Ein bekannter Liedrefrain findet dort zur Veranschaulichung der Diphthongbildung von [ei] Verwendung:
En snegl på vejen er tegn på regn i Spanien
[en sneil po vein er tein po rein i Spänien]
Eine Schnecke auf dem Weg ist ein Zeichen für Regen in Spanien
(Aus: My Fair Lady, die dänische Version von: Es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blühen)
Hier ist das [ei] in regn (weil es nach /r/ kommt) dunkler als in den drei anderen Wörtern.
Einige Regeln könnte man zwar mit einigen Ausnahmen aufstellen.
Deutsch > dänisch: au > u, z. B. Hausmaus = husmus, eu > y z. B. deuten = tyde und ei = e (wie im Berlinischen) Beine = ben oder ei > i, z. B. Reis = ris
Ebenfalls bei Konsonanten sch > sk, z. B. schön = skøn, D > T und umgekehrt, d. h. deutsch = tysk
Die meisten dieser Regeln sind entweder vom Plattdeutschen oder Mittelhochdeutschen bekannt.
Wo man da überall den Stød setzen kann, muss die dänische Wikipedia-Gemeinde entscheiden.
Siehe auch
Liste dänischsprachiger Schriftsteller, Hyggelig
Literatur
Die Dänische Zentralbibliothek für Südschleswig enthält die größte Sammlung dänischer Titel in Deutschland.
Geschichte der dänischen Sprache
- Peter Skautrup: Det danske sprogs historie. Bd. 1–4, Kopenhagen 1944–1968 (unveränderter Nachdruck 1968) und 1 Registerband, Kopenhagen 1970
Grammatiken
- Barbara Fischer-Hansen, Ann Kledal: Grammatikken. Håndbog i dansk grammatik for udlændinge. Special-pædagogisk forlag, 1998 (Indeholder gode forklaringer på grammatiske funktioner og regler i dansk.)
- Robin Allan, Philip Holmes, Tom Lundskær-Nielsen: Danish. A Comprehensive Grammar. London and New York 1995
nur Syntax:
- Kr. Mikkelsen: Dansk Ordföjningslære. Kopenhagen 1901 (Nachdruck Kopenhagen 1975)
Wörterbücher
Dänisch-Dänisch
- Den Danske Ordbog. 6 Bände, Gyldendal, Kopenhagen bis 2005 (das künftige Monumentalwerk, ca. 400 Euro, nur im Abonnement über den Buchhandel erhältlich)
- Dansk Ordbogen. Erstausgabe. Gyldendal, Kopenhagen 2004, ISBN 8712037591 (105.000 Stichwörter ca. 35 Euro)
- Politikens Store Ordbogs cd-rom. Politikens Forlag, Kopenhagen 2001, ISBN 87-567-6056-6 (Nur Datenträger! – Nudansk Ordbog mit Etymologie, Fremdwörterbuch, Abkürzungswörterbuch und 4000 Biografien, für Mac und Windows, ca. 95 Euro)
- Politikens Nudansk Ordbog. Politikens Forlag, Kopenhagen 2001, ISBN 87-567-6564-9 (100.000 Stichwörter mit CD-ROM für Windows, ca. 55 Euro, gilt als Standardwerk)
- Politikens Nudansk Ordbog med Etymologi. Politikens Forlag, Kopenhagen 2001, ISBN 87-567-6556-8 (100.000 Stichwörter mit Etymologie und CD-ROM für Windows, ca. 70 Euro)
- Politikens Retskrivningsordbog. Politikens Forlag, Kopenhagen 2001, ISBN 87-567-6455-3 (Rechtschreibungswörterbuch, 80.000 Stichwörter mit CD-ROM, ca. 15 Euro, preiswerte Alternative)
Aussprachewörterbücher
- Lars Brink, Jørn Lund u. a.: Den Store Danske Udtaleordbog. Kopenhagen 1991
- Peter Molbæk Hansen: Udtaleordbog. Kopenhagen 1990
Weblinks
- [http://netdob.asb.dk/netdob/index.html Dänisch-dänisches Netzwörterbuch]
- [http://www.kryds.dk/bigsog.htm Dänisches Synonymwörterbuch]
- [http://www.ronzon.de/seiten/dansk1.html Grundlagenwortschatz Deutsch-Dänisch]
Kategorie:Indogermanisch
Kategorie:Germanisch
Kategorie:Einzelsprache
-
Kategorie:Dänemark
ja:デンマーク語
ko:덴마크어
Färöer
Die Färöer []/[] - nicht „Färöer-Inseln“ - (färöisch: Føroyar []/[], poetisch auch: Føroyaland, dänisch: Færøerne - vermutlich: „Schafsinseln“ oder „ferne Inseln“) sind eine im Mittelalter entdeckte und besiedelte Inselgruppe im Nordatlantik zwischen den Britischen Inseln, Norwegen und Island. Von den 18 Inseln sind, mit Ausnahme von Klein-Dimun, alle permanent bewohnt.
Die Färöer sind, wie Grönland, eine gleichberechtigte Nation innerhalb des Königreichs Dänemark, bereits seit 1948 weitgehend autonom und haben mit dem Løgting eines der ältesten Parlamente der Welt. Zwei Abgeordnete der Färinger (wie die Einwohner des Archipels heißen) sitzen Kraft Gesetzes im dänischen Folketing. Die Färöer sind im Gegensatz zu Dänemark nicht Mitglied der Europäischen Union, aber mit zwei Delegierten im Nordischen Rat vertreten. Zusammen mit Island bilden sie seit dem 31. August 2005 eine Wirtschaftsunion. Zu den britischen Regionen der Shetlandinseln, Orkneys und Hebriden entwickeln sich zusätzliche enge Bande der außenpolitischen Zusammenarbeit.
Wichtigster Erwerbszweig der 48.000 Färinger ist seit Ende des 19. Jahrhunderts die Fischerei und die damit zusammenhängende Wirtschaft. Vorher war es die Landwirtschaft (Export von färöischen Wollprodukten), und künftig hoffen die Menschen auf Erdöl vor ihren Küsten. Derweil zeichnet sich ab, dass die Färöer ab 2006 die weltweit führende Nation bei der Stromerzeugung mit Wellenkraftwerken sein werden.
Die aus dem Altnordischen stammende färöische Sprache ist die kleinste germanische Sprache und gehört zu den drei kleinsten Sprachen Europas. Sie konnte sich im 20. Jahrhundert als Hauptsprache in allen Bereichen durchsetzen, sodass Dänisch heute nur noch den Charakter einer Verkehrssprache hat. Die färöische Sprachpolitik sorgt für eine aktive Neuschöpfung von Begriffen des modernen Lebens.
Bevölkerung
Von den rund 48.000 Einwohnern der Färöer sind 98 % Reichsbürger, also Färinger, Dänen oder Grönländer. Vom Geburtsort her kann man folgende Herkunft der Einwohner ableiten: Auf den Färöern geboren sind 91,7 %, in Dänemark 5,8 %, und in Grönland 0,3 %. Zusammen mit einigen eingebürgerten Menschen stellen diese drei Gruppen die Reichsbürger.
Größte Gruppe an Ausländern sind die Isländer mit 0,4 %, gefolgt von Norwegern und Polen mit jeweils 0,2 %. Insgesamt leben auf den Färöern Menschen aus 77 verschiedenen Ländern der Erde, darunter 15 Deutsche (2003).
Von diesen Zahlen auf die färöischen Muttersprachler zu schließen, ist aus zwei Gründen nicht möglich: Erstens leben sehr viele färöische Muttersprachler in Dänemark, und nicht wenige sind dort geboren und kehren im Laufe des Lebens mit ihren Eltern oder als Erwachsene zurück. Zweitens gibt es alteingesessene dänische Familien auf den Färöern, die zuhause Dänisch sprechen.
Dänisch
Bevölkerungsentwicklung
Lebten die ersten Einwohner der Färöer, irische Mönche, als kleine Einsiedlergruppen, so entstand durch die Landnahme der Wikinger eine nennenswerte Population, die sich bei etwa 4.000 Einwohnern einpendelte und bis ins 18. Jahrhundert hinein nie die Zahl von 5.000 überstieg. Um 1349/50 starb etwa die Hälfte der Bevölkerung an der Pest. Eine weitere Einwanderungswelle aus Skandinavien konnte diesen Bevölkerungsschwund allmählich wieder ausgleichen. Erst mit dem Aufkommen der Hochseefischerei (und damit der Unabhängigkeit von der schwierigen Landwirtschaft) und dem allgemeinen Fortschritt im Gesundheitswesen, fand ein rasantes Bevölkerungswachstum auf den Färöern statt. Ab Ende des 18. Jahrhunderts verzehnfachte sich die Bevölkerung innerhalb von 200 Jahren. Anfang der 1990er kam es zu einer schweren Wirtschaftskrise mit spürbarer Auswanderung, die sich aber in den Folgejahren wieder zu einer Nettozuwanderung umkehrte.
1990er
Religion
1990er eingeweiht.]]
Siehe Hauptartikel: Färöische Volkskirche, Färöische Holzkirchen
Die Färöer wurden ab 999 durch Sigmundur Brestisson christianisiert. Schon vorher lebten dort irische Mönche als Einsiedler. Nahezu alle Färinger sind Christen. 84 % sind Angehörige der evangelisch-lutherischen Staatskirche. Ungefähr 7-10 % sind Mitglieder der durch das Wirken des Erweckungspredigers William Gibson Sloan entstandenen Brüdergemeinden.
Brüdergemeinde]]
Zirka 5% gehören anderen christlichen Kirchen an: Neben den Pfingstlern mit ihren sieben Kirchen, sind die Adventisten zu nennen, die in Tórshavn eine relativ große allgemeinbildende private Schule betreiben.
Die katholische Kirche auf den Färöern schließlich, zählt heute 130 Mitglieder. Ihre alte Franziskanerinnen-Schule wird inzwischen wieder von der Kommune Tórshavn betrieben.
Es gibt darüber hinaus einige Baha'i auf den Färöern. Nicht-christliche Religionen und Weltanschauungen spielen ansonsten eine untergeordnete Rolle.
Die bekanntesten Kirchenbauten sind unter anderem die Olavskirche und die unvollendete Magnuskathedrale in Kirkjubøur, die Tórshavner Domkirche, St. Marien (katholische Kirche in Tórshavn), die Christianskirkjan in Klaksvík, die Kirche von Fámjin, die achteckige Kirche in Haldarsvík und nicht zuletzt die beiden hier abgebildeten.
Die Bibelübersetzungen auf Färöisch erschienen 1948 (Victor Danielsen, Brüdergemeinden) und 1961 (Jacob Dahl und Kristian Osvald Viderø, Staatskirche).
Zum seit 1992 wieder geltenden patro- und matronymischen Namensrecht siehe auch: Färöische Personennamen
Geografie
Mehr siehe unter: Geologie und Geographie der Färöer
Geologie und Geographie der Färöer
Die Färöer liegen auf 62° nördlicher Breite und 7° westlicher Länge im Nordatlantik zwischen Schottland (mit den Hebriden im Süden, den Shetland-Inseln und der Orkney im Südosten), Norwegen im Osten und Island im Nordwesten. Weiter nördlich befindet sich die norwegische Insel Jan Mayen im Polarmeer.
Der Archipel mit seinen 18 Inseln, 11 Holmen und 750 Schären (zusammen 779 Inseln, Holme und Schären) bildet eine Fläche von 1.395,74 km². Die Färöer sind von Enniberg im Norden bis Akraberg im Süden 113 Kilometer lang, und von Mykineshólmur im Westen bis Fugloy im Osten 75 Kilometer breit. Die zerklüftete und oft senkrecht aus dem Meer ragende Küstenlinie erstreckt sich über 1.289 Kilometer. Die durchschnittliche Höhe beträgt 300 Meter über dem Meer. Bei klarer Sicht kann man die Inseln vom höchsten Berg Slættaratindur (882 m) komplett überblicken. Mit Kap Enniberg besitzen die Färöer das höchste Kliff der Welt (754 Meter), das senkrecht aus dem Meer ragt. Es gibt auf der Erde zwar noch einige höhere Vorgebirge, aber diese sind nicht lotrecht.
Kein Punkt auf den Färöern ist mehr als 5 Kilometer vom Meer entfernt. Fast alle Orte der Färöer liegen an geschützten natürlichen Häfen, in Fjorden und Buchten. Die Fjorde sind gleichzeitig Verhängnis für die Grindwale, siehe: Grindadráp. In Tälern und auf Hochebenen ist es oft sumpfig, und das Land ist durchzogen mit vielen kleinen und größeren Bächen, die häufig als Wasserfall zu Tal oder direkt ins Meer stürzen.
Regionen
Die Färöer gliedern sich in 34 Kommunen. Allgemein wird zwischen sechs geografischen Regionen unterschieden. Diese sind identisch mit den so genannten sýslur (Syssel), die allerdings keine politischen Gebietskörperschaften darstellen, sondern heute nur noch die (dänischen) Polizeikreise markieren, denen jeweils ein Sýslumaður (Sysselmann) als Polizeichef vorsteht.
#Norðoya sýsla: Die zerklüftetsten Landschaften und meisten der höchsten Berge finden sich auf den sechs Nordinseln im Nordosten. Das sind: Kalsoy, Kunoy, Borðoy, Viðoy, Svínoy und Fugloy ganz im Osten der Färöer. Die Nordinseln-Metropole Klaksvík auf Borðoy ist die zweitgrößte Stadt und wichtigster Standort der Fischindustrie. Viðareiði auf Viðoy ist der nördlichste Ort des Landes mitten in einer einzigartigen Landschaft.
#Eysturoyar sýsla: Westlich der Nordinseln schließt sich Eysturoy als zweitgrößte Insel des Archipels an. Mit Streymoy zusammen bildet sie das Zentrum der Färöer. Das Ballungsgebiet um Runavík ist dort die größte urbane Siedlung, gefolgt von Fuglafjørður. Für ihre landschaftlichen Reize bekannt sind die beiden nördlichen Orte Eiði und Gjógv.
#Streymoyar sýsla: Die größte Insel Streymoy ist zugleich die bevölkerungsreichste mit der Hauptstadt Tórshavn als administrativem und kulturellem Zentrum und dem wichtigsten Seehafen des Landes. Die Stadt Vestmanna an der Westküste der Insel ist bekannt für die imposanten Vogelfelsen (Vestmannabjørgini) weiter nördlich. Saksun und Tjørnuvík im Norden sind ebensolche Anziehungspunkte wie Kirkjubøur im Süden. Zur Region der Hauptinsel zählen die vorgelagerten Inseln Nólsoy im Osten, und Hestur und Koltur im Westen.
#Vága sýsla: Westlich von Streymoy befindet sich Vágar mit dem dem einzigen Flughafen und dem weiter westlich vorgelagerten Vogelparadies auf der einsamen Insel Mykines, die den westlichen Außenposten des Archipels bildet.
#Sandoyar sýsla: Südlich von Streymoy liegt Sandoy, die ihren Namen von den relativ seltenen Sandstränden hierzulande hat. Zu dieser Region zählen die kleinen Eilande Skúvoy und Groß-Dimun.
#Suðuroyar sýsla: Suðuroy schließlich bildet die drittgrößte Insel des Archipels und gleichzeitig den südlichsten Teil des Landes. Hierzu wird geographisch Klein-Dimun gezählt. Die Städte Tvøroyri und Vágur sind dort die regionalen Zentren. Sumba ist die südlichste Gemeinde der Färöer. Die spektakuläre Westküste auf dem Landweg dorthin ist besonders leicht zugänglich.
Siehe auch: Inseln der Färöer; Liste der Kommunen auf den Färöern; Städte der Färöer; Glossar der färöischen geografischen Namen
Geologie
Glossar der färöischen geografischen Namen
Die Färöer sind vulkanischen Ursprungs und etwa 60 Millionen Jahre alt (dreimal so alt wie Island). Die einzige Thermalquelle bei Fuglafjørður erinnert an diese Zeit. Die Inseln bestehen aus Basalt, der sich in charakteristischen Stufen mit weicheren Tuffschichten abwechselt. Bei Tvøroyri gibt es interessante Säulenbasalte und auch Steinkohlevorkommen, die von einem prähistorischen Wald zeugen.
Wetter und Klima
Steinkohle
Das Wetter auf den Färöern ist maritim, feucht und äußerst wechselhaft. Das bedeutet, dass es am selben Tag strahlenden Himmel, gefolgt von dichtestem Nebel, geben kann und das oft an verschiedenen Punkten auf dem Archipel ganz unterschiedlich.
Bedingt durch die Lage am Golfstrom herrschen auf den Färöern vergleichsweise milde Temperaturen angesichts der geographischen Breite. Die Durchschnittstemperatur im Sommer beträgt 11° C, im Winter 3° C. Die Häfen sind ganzjährig eisfrei, und gelegentlicher Schnee im Winter bleibt in den bewohnten niederen Lagen nicht lange liegen.
Die Luft ist meist klar, und es herrscht oft ein frischer Wind (meist aus Südwest). Auf Sturm und Regen muss man eingestellt sein, doch es gibt selten komplett verregnete Tage.
Das färöische Wetter dominiert die gesamte Lebenshaltung des Inselvolkes. Wegen der ständigen Wetterwechsel tragen die Färöer den Beinamen Das Land von kanska (= vielleicht), den ihnen die britischen Soldaten im Zweiten Weltkrieg gaben: Islands of Maybe (→ Norgate, Literaturhinweise unten).
Färinger sind bekannt für ihre Liebe zum eigenen Auto. Ein Sprichwort über die eigenen Landsleute lautet heute daher:
:Wozu braucht er noch einen Regenmantel? Er hat doch ein Auto!.
Vegetation
britischen Soldaten im Zweiten Weltkrieg
britischen Soldaten im Zweiten Weltkrieg]
Auf den Färöern gibt es hunderte wilder Pflanzenarten: Blumen, Flechten, Moose und Pilze. Bäume hingegen kommen von Natur aus nicht vor.
Es wird angenommen, dass nur wenige arktische Pflanzenarten auf den Berggipfeln die Eiszeit überdauert haben. Im Wesentlichen fand die Neukolonisation der Färöer durch Pflanzen dann von Schottland und Norwegen aus statt.
Blumen
Im Sommer erblühen an vielen Stellen verschiedene wilde Blumenarten, die den ansonsten mit Gras bewachsenen Inseln einen unübersehbaren Farbtupfer geben. Nationalblume ist die gelb blühende (Mýru) Sólja, die Sumpfdotterblume (Caltha palustris). Mit der Føroyaskøra, dem Färöischen Frauenmantel (Alchemilla faeroënsis) haben die Inseln einer Pflanzenart ihren Namen gegeben.
Bäume
Die Kohleschichten auf Suðuroy unter den jüngsten Basaltschichten deuten an, dass es hier früher Wald gegeben hat.
Die Färöer sind heute mit ganz wenigen Ausnahmen (Tórshavner Stadtpark und wenige Gärten) baumlos und überall dort mit Gras bewachsen, wo es die Berge zulassen.
Dadurch, dass es keinen Wald auf den Färöern gibt, ist Holz ein begehrter Importartikel. Geheizt wurde früher mit Torf, denn das Treibholz war knapp und wurde für den Haus- und Bootsbau benötigt.
Kulturpflanzen
- Siehe Hauptartikel: Landwirtschaft auf den Färöern
Der Anbau von Pflanzen beschränkt sich auf Getreide, Heu, Kartoffeln (seit Anfang des 18. Jahrhunderts), Rhabarber, und einige Gemüse in Gewächshäusern. Obst muss meist importiert werden und ist entsprechend teuer.
Tierwelt
Durch die isolierte Insellage (die nächste kontinentale Küste ist 500 km weiter östlich in Norwegen) kommen bestimmte Tierarten auf den Färöern von Natur aus nicht vor: Reptilien, Kröten, Süßwasserfische und Säugetiere; letztere mit zwei Ausnahmen: Die einheimische Kegelrobbe und der sich in die Fjorde verirrende Grindwal. Andere Wale in den färöischen Gewässern meiden diese Fjorde, wie zum Beispiel der Orca.
Mit der färöischen Hörnchenschnecke (Polycera faeroensis - färöisch: Bertákna) haben die Färöer auch einer Spezies unter den Meerestieren ihren Namen gegeben.
Spezies]]
Berühmt ist die färöische Vogelwelt mit ihren dutzenden Brutvögelarten (siehe dort).
Erst der Mensch brachte Haustiere wie Schafe, Rinder, Pferde (das Färöerpony ist eine eigenständige Rasse), Hunde und Katzen mit. Er setzte auch Süßwasserfische wie Forellen und Lachse in den Seen aus. Daneben gibt es eine wilde Vermehrung von Hasen, Ratten und Mäusen.
Bestimmte Insekten gibt es auch nicht: Zum Beispiel bleibt man auf den Färöern von der Stechmücke verschont, muss aber auch auf einheimischen Bienenhonig verzichten. Dominant ist hier die Motte Hepialus humuli, die seit 2004 auch den neuen 200-Kronen-Schein ziert. Neu (Ende der 1990er) auf den Färöern ist die Wespe. Vermutlich wurden die Wespen mit Schiffen vom europäischen Kontinent eingeschleppt, als Baumaterial für das neue Fußballstadion geliefert wurde. Es wird erzählt, dass die damit unerfahrenen Insulaner allgemeine Angst vor den Wespen entwickelten. Das selbe Phänomen tauchte zeitgleich in Island auf.
Geschichte
Siehe Hauptartikel: Geschichte der Färöer
Irische Mönche
Zuerst wurden die Färöer wahrscheinlich um 625 von irischen Mönchen betreten und vom Ort Sumba ausgehend besiedelt. Archäologische Zeugnisse gibt es auch in der unmittelbaren Umgebung bei Akraberg, Víkarbyrgi und etwas weiter nördlich in Porkeri.
Unter anderem konnte anhand botanischer Untersuchungen auf Mykines nachgewiesen werden, dass der Hafer seit dieser Zeit dort kultiviert wird. Hierbei muss es sich aber um vergleichsweise kleine Einsiedler-Gruppen gehandelt haben.
Wikinger-Landnahme
Hauptartikel: Wikingerzeit auf den Färöern (bis 1005, noch im Aufbau)
Wikingerzeit auf den Färöern
Die Haupteinwanderung trat im 9. Jahrhundert durch die Wikinger ein, die von Norwegen aus gen Westen zogen. Gemäß der Färingersaga hieß der erste Siedler Grímur Kamban. Er soll in Funningur gewohnt haben.
Es gab zwei große Einwanderungswellen während der nordischen Landnahme: etwa 820-860 kamen Flüchtlinge aus Norwegen, etwa 880-900 dann Wikinger aus Irland und Schottland. Ein isländischer Witz über die Färinger (die ihn aber auch selbstironisch gegenüber Fremden erzählen) sagt:
:Das sind die Nachfahren derjenigen, die auf dem Weg nach Island seekrank wurden.
Und in der Tat: Island und die Färöer wurden zur gleichen Zeit besiedelt, wobei die Färöer auf der Strecke nach Island liegen. Hingegen können Färinger damit kontern, dass der Nordmann Naddoddur Island nur durch Zufall entdeckte, weil er den Weg zu den Färöern verfehlte, wo er eigentlich hinwollte.
Christianisierung
Nachdem sich der norwegische König Olav Tryggvason 994 beim englischen König Aethelred taufen ließ und im Jahr darauf Norwegen missionierte, lud er den angesehenen färöischen Häuptling Sigmundur Brestisson zu sich ein, der dann bekehrt, 999 auf den Färöern für die Annahme des Christentums durch das färöische Thing, das heutige Løgting, sorgte. Sein Grabstein auf Skúvoy gehört zu den wichtigsten Denkmälern des Archipels aus jener Zeit. Der Nachfolger Olavs, Olav II. Haraldsson von Norwegen, konnte das Christentum in Norwegen und auch auf den Färöern und in Island endgültig durchsetzen. Dafür wird er von den Insulanern heute noch an seinem Todestag, der Ólavsøka, verehrt.
Ab 1035 gehörte der Archipel politisch zu Norwegen, konnte sich aber durch die Entfernung zur Zentralmacht ein hohes Maß an Eigenständigkeit erhalten. In der Folge etablierten sich die katholischen Bischöfe in Kirkjubøur, wo sich weitere Kulturdenkmäler wie der Magnusdom (um 1300) befinden, der auf der Antragsliste zum UNESCO-Weltkulturerbe steht. 1298 erhielten die Färöer durch den Schafsbrief des norwegischen Königs ihr „Grundgesetz“, das in Teilen der Außenmarkbewirtschaftung bis heute gültig ist. (siehe dort mehr Details zur mittelalterlichen Geschichte der Färöer)
Schafsbrief
1380 gelangten die Färöer im Zuge der Personalunion Dänemarks mit Norwegen unter die dänisch-norwegische Krone. Königin Margarethe I. schaffte es, ganz Skandinavien in ihrem Großreich zu einen. Siehe auch: Kalmarer Union.
Reformation
- Hauptartikel: Gabelzeit
1538 erreichte die Reformation die Inseln. Dadurch wurde die Vorherrschaft der dänischen Sprache verewigt. Als dunkelste Periode für die Färöer erwies sich die Gabelzeit im 17. Jahrhundert. An diesem Status änderte sich auch 1814 nach dem Frieden von Kiel nichts, in dessen Folge die dänisch-norwegische Personalunion aufgelöst wurde und Norwegen einer Personalunion mit Schweden beitreten musste, aber die Färöer zusammen mit Island und Grönland bei Dänemark blieben.
Nationale Erweckung
Hauptartikel: Weihnachtstreffen der Färöer 1888; Färöischer Sprachstreit
Färöischer Sprachstreit]
Ab 1846 entstand durch das Wirken des Sprachforschers V. U. Hammershaimb die neufäröische Schriftsprache auf etymologischer Grundlage. Bis dahin wurde das Färöische mündlich in den eigenen Balladen überliefert. Hammershaimb und seine Nachfolger begründeten die färöische Literatur und erschlossen alte Sprachdenkmäler.
Nachdem sich bereits Anfang des 19. Jahrhunderts der Nationalheld Nólsoyar Páll aufgelehnt hatte, wurde 1856 das königlich dänische Handelsmonopol über die Färöer aufgehoben. Auf dem Weihnachtstreffen der Färöer 1888 konstituierte sich die Nationalbewegung im Kampf um die eigene Sprache und nationale Unabhängigkeit. Zunächst war die Nationalbewegung eher kulturell ausgerichtet, aber nach der Gründung der ersten färöischen politischen Parteien 1906 und mit dem Sprachstreit 1909-1938 wurde sie politisch.
Zweiter Weltkrieg und Autonomie
Sprachstreit 1909-1938.]]
Hauptartikel: Färöer im Zweiten Weltkrieg
Im Zweiten Weltkrieg wurden die Färöer aus taktischen Gründen am 12. April 1940 von Großbritannien besetzt, um Deutschland zuvorzukommen. Die Briten bauten nicht nur den Flughafen Vágar, sondern sie weiteten die Selbstverwaltung des Løgtings aus, so dass die Färinger 1946 zur Überwindung der Verfassungskrise eine Volksabstimmung über ihre volle Souveränität durchführten, und sich auch bei einer Wahlbeteiligung von 66,4% mit knapper Mehrheit (48,7% zu 47,2%) dafür aussprachen. Dänemark verweigerte das, trat aber in Verhandlungen, so dass die Inseln mit dem Autonomiegesetz von 1948 weitgehende Selbstständigkeit genießen.
Als Dänemark 1972 der Europäischen Gemeinschaft beitrat, verweigerten die Färöer diesen Schritt. Dieser Status gilt bis heute.
Politik
Europäischen Gemeinschaft
Ab 1035 im Besitz von Norwegen, waren die Inseln seit 1380 durch die dänisch-norwegische Personalunion politisch mit Dänemark verbunden. Nach dem Frieden von Kiel 1814 verblieben sie dann im Königreich Dänemark und sind neben Grönland bis heute ein Teil des Reichs.
Ein hohes Maß an Selbstbestimmung innerhalb des Königreichs ist seit dem Gesetz über die Innere Selbstverwaltung 31. März 1948 erreicht. Es gibt aber einflussreiche Gruppen, die eine vollständige Lösung von Dänemark anstreben. Das Kräfteverhältnis im färöischen Parteienspektrum zwischen separatistischen Republikanern und pro-dänischen (pragmatisch orientierten) Gruppen ist relativ ausgeglichen. Koalitionen in der färöischen Landesregierung und dem Løgting mit beiden Flügeln sind normal.
Løgting]
Die Färöer sind, anders als Dänemark, nicht Mitglied der EU. Sie entsenden je zwei Abgeordnete in das dänische Folketing und den Nordischen Rat.
Die NATO betreibt bei Mjørkadalur eine Radar-Frühwarn-Station, die zu dem Netz der Frühwarnsysteme rund um den nördlichen Polarkreis gehört. Die Färöer haben keine eigene Armee, und die Bürger unterliegen nicht der dänischen Wehrpflicht. Andererseits dienen mehrere Färingerinnen und Färinger als Berufsoldatinnen und -soldaten bei den dänischen Streitkräften. Ein junger Färinger ist beispielsweise in der Leibgarde der dänischen Königin beschäftigt.
Polarkreis gestaltet und zeigt die Flagge der Färöer]]
Die Färöer führen eine eigene Flagge und gelten als Nation innerhalb des Königreichs Dänemark mit eigener Außen- und Sicherheitspolitik seit dem 29. März 2005. Bereits seit Januar 2002 unterhalten die Färöer eine diplomatische Vertretung in London. Formal ist dies eine Abteilung der dortigen dänischen Botschaft. Der Gesandte der Färöer in London ist gleichzeitig Vertreter bei der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation, einer UN-Institution mit Sitz in London, deren assoziiertes Mitglied die Färöer sind. Schon vorher besaßen die Färöer eigene Vertretungen in Brüssel bei der EU und in Kopenhagen beim Nordischen Rat.
Staatsoberhaupt ist Königin Margrethe II. von Dänemark und Regierungschef der Sozialdemokrat Jóannes Eidesgaard. Der dänische Gesamtstaat wird durch die Reichsombudsschaft auf den Färöern repräsentiert.
Zur Ólavsøka 2005 verkündete Eidesgaard, dass die Färöer der EFTA beitreten wollen. Einen entsprechenden Antrag will die Autonomieregierung bereits 2006 stellen, wobei fraglich ist, ob Dänemark dem zustimmt. Die EFTA-Mitgliedschaft brächte einige Vorteile in der Fischerei, da ihr auch die Nachbarstaaten Island und Norwegen angehören.
Nichtanwendung der EU-Verfassung
Durch die Nichtmitgliedschaft der Färöer in der EU wird der im Oktober 2004 beschlossene Vertrag über die EU-Verfassung auch nach dem etwaigen Inkrafttreten Ende 2006 für die Färöer keine Anwendung finden (Artikel IV-440, Absatz 6, Buchstabe a).
Entsprechend werden weiterhin dänische Staatsbürger, die auf den Färöern ihren Wohnsitz haben, solange keine Unionsbürger sein, bis die Färöer sich entschließen, der EU beizutreten (Protokoll 8, Artikel 7).
Bürgerinitiativen
Bedeutend ist die färöische Sektion von Amnesty International mit etwa 1.200 Mitgliedern. Sie wurde 1965 gegründet und gehört zu den ältesten Amnesty-Gruppen auf der Welt.
Wirtschaft und Soziales
1965]]
Wichtige Erwerbszweige sind die Fischerei, die Fischzucht (meist Lachse) und der Tourismus. Ein weiterer Faktor im Export sind die Werften und die Briefmarken des Postverk Føroya. Die Fischereiwirtschaft dominiert mit etwa 98 % Anteil am Exportvolumen. Das CD-Label Tutl und der Wollmodehersteller Sirri sind führend in ihren jeweiligen internationalen Marktnischen.
Der Import betrug 2004 3.733,5 Millionen Kronen. Die wichtigsten Importnationen sind Dänemark, Deutschland und Norwegen. Der Export betrug 3.668,1 Millionen Kronen. Hier führen Dänemark, Großbritannien und Spanien die Statistik an.
Fischerei
- Siehe Hauptartikel: Färöische Fischereiwirtschaft
Färöische Fischereiwirtschaft vor Vestmanna]]
Die Fischfangzone der Färöer beträgt 200 Seemeilen. Von hier kommt der größte Anteil des färöischen Fangs. Analog ist die Situation beim Nachbarn Island in seinen Gewässern. Beide Nationen erlauben ausländischen Fischfangflotten nur begrenzte Rechte - mit gegenseitiger Ausnahme Islands und der Färöer.
Jährlich werden über 100.000 Tonnen Fisch produziert. 2003 waren es 132.000 Tonnen im Wert von 1,2 Milliarden Kronen. Im ganzen Land gibt es Fischfabriken.
Neben der Hochseefischerei gibt es die Küstenfischerei im typischen Färöboot, wofür ein spezielles Gerät zur Leinenfischerei, die Snella verwendet wird - eine färöische High-Tech-Erfindung, die auch exportiert wird.
Erdölsuche
Im Mai 2004 fand auf den Inseln der erste internationale Geologenkongress der Färöer statt, der sich unter anderem mit der Erschließung der unter dem Meer befindlichen Ölvorkommen beschäftigte. Erdöl gilt als die große Zukunftshoffnung für die färöische Wirtschaft.
Landwirtschaft
- Siehe Hauptartikel: Landwirtschaft auf den Färöern
Die traditionelle Schafzucht (70.000 Tiere) spielt im Export nur eine untergeordnete Rolle, während färöische Wollprodukte traditionell einen guten Ruf genießen. Schafsfleisch steht auf der heimischen Speisekarte weit oben, und die Hälfte muss heute importiert werden.
Neben den Schafen werden Kühe, Hühner und Gänse gehalten. Entsprechend produzieren die Färöer eigne Molkereiprodukte und Eier für den einheimischen Markt.
Walfang
Der umstrittene Grindwalfang wird von den Färingern nicht kommerziell, sondern als reine Subsistenzwirtschaft betrieben. Zwischen 2001 und 2003 wurden 26 Grindwalschulen mit insgesamt 2.047 Tieren getötet.
Tourismus
Die Zahl der Übernachtungen in den Hotels und Gästehäusern war 2003 wie folgt: 24.405 kamen aus dem Inland (27,1 %), aus Dänemark 31.571, gefolgt von Norwegen (11.104), Island (5.253), Großbritannien und Irland (4.820) und Deutschland (4.149).
Lebensstandard
Das Wirtschaftswachstum betrug 2003 4,9%, und die Arbeitslosigkeit lag im Februar 2005 bei 4,5 %. Das ist ein leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahr.
Die Färöer verfügen über einen als vorbildlich angesehenen Sozialstaat. Der durchschnittliche Lebensstandard ist ebenso hoch wie das Bildungsniveau der Einwohner. Die tariflichen Stundenlöhne 2004 waren:
- Arbeiter 112,52 Kronen
- Handwerker 129,93 Kronen
- Büroangestellte 137,63 Kronen
- Beamte 175,44 Kronen
Bis Mitte der 1980er Jahre gab es hier Vollbeschäftigung. Ende der 80er Jahre / Anfang der 1990er erlebten die Färöer eine Wirtschaftskrise. Schwere Anschuldigungen wurden gegen den dänischen Staat erhoben, doch viele meinen, dass sich die Färöer durch ehrgeizige Bauprojekte verhoben haben.
Die Lebenshaltungskosten bewegen sich auf skandinavischem Niveau. Die Universität der Färöer empfiehlt ausländischen Studenten für 2005 ein tägliches Budget für Verpflegung von 100 Kronen (zzgl. Unterkunft), was ungefähr 16 Euro entspricht. Hierin enthalten sind allerdings keine Verkehrsmittel, Kulturveranstaltungen, Gastronomiebesuche oder Bücher, die sich vielleicht die meisten Besucher leisten möchten. Ein Tagessatz von 200 Kronen (zzgl. Unterkunft) ist daher für Touristen realistisch.
Verkehr und Tourismus
Universität der Färöer. Rechts dahinter die Smyril, die größte Regionalfähre des Landes]]
1896 wurde mit dem Dampfschiff Smiril der erste Linienverkehr zwischen den färöischen Inseln eingerichtet. 1918 entstand die erste Straße auf den Färöern, die zwei Orte miteinander verband: Skopun und Sandur auf Sandoy.
Wichtigste internationale Drehscheibe der Färöer sind der Hafen von Tórshavn mit der Autofähre Norröna und der Flughafen Vágar mit der einheimischen Fluggesellschaft Atlantic Airways. Beide Verkehrszentren sind seit 2002 durch den Vágartunnel verbunden, der die Fahrtzeit mit dem Auto auf eine Stunde verkürzt.
Vágartunnel
Als Seefahrtnation verfügen die Färöer über sechs Leuchttürme und eine eigene Fischereiflotte. Die meisten färöischen Schiffe entstammen der heimischen Produktion, und sie führen auf den internationalen Gewässern seit 1940 die Flagge der Färöer. Die Handelsmarine hat 7 Schiffe.
Daneben ist das Färöboot ein Beispiel, wie das Wikingerschiff als kleines seetüchtiges Ruderboot vervollkommnet werden konnte.
Das Straßennetz der Färöer ist beinahe komplett asphaltiert und verbindet seit 2004 alle Orte, die auf Inseln liegen, wo es mehr als nur einen Ort gibt. Insgesamt wurden bisher 463 Kilometer Landstraße gebaut. Hinzu kommen etwa 500 Kilometer innerhalb der Ortschaften. Autofähren verbinden diejenigen Inseln, wohin keine Dämme, Brücken oder Tunnel existieren, aber mehrere Orte mit ihrem eigenen Straßennetz liegen.
Autofähre
Die größte Regionalfähre ist die Smyril. 2002 waren über 22.000 Kfz auf den Färöern zugelassen, darunter mehr als 16.000 PKW, was ziemlich genau einem PKW pro Haushalt entspricht.
In Tórshavn verkehren Stadtbusse, die an der roten Farbe zu erkennen sind, während die Überlandbusse blau lackiert sind. Wo weder Busse noch Fähren hinfahren, fliegt der Hubschrauber (siehe: Flughafen Vágar).
Das Streckennetz der Färöer kann auf der Website des staatlichen Verkehrsunternehmens Strandfaraskip Landsins eingesehen werden.
Telekommunikation und Medien
Telefonie und Internet
Die rund 17.000 Haushalte auf den Färöern verfügten Ende 2002 über mehr als 11.000 Internetzugänge. Ende 2004 gibt es ca. 24.000 Festnetzanschlüsse und 36.000 Mobiltelefone. Damit haben 80 % aller Einwohner ein Handy.
1905 wurde die erste Telefonleitung auf den Färöern errichtet. Ólavi á Heygum aus Vestmanna stellte so die Verbindung seines Ortes mit der Hauptstadt Tórshavn her. Bereits im Jahr darauf übernahm das Løgting diese Leitung. Die staatliche Telefongesellschaft erhielt den Namen Telefonverk Føroya Løgtings. 1930 waren alle Orte der Färöer an das Telefonnetz angeschlossen. Nach Suðuroy bestand zunächst allerdings nur eine Funkverbindung mit dem Rest des Landes. 1953 bekam Tórshavn die Selbstwahl, die dann bis 1978 landesweit eingeführt wurde. Ab 1954 existierte eine Funkverbindung mit Dänemark. 1971 folgte das Seekabel zu den Shetland-Inseln.
Seit 1998 ist das Telefonnetz vollständig digitalisiert und es existiert ein flächendeckendes GSM-Netz für die Mobiltelefonie. Es gibt eine Satelliten-Empfangsstation und ein Glasfaserkabel zu den Shetland-Inseln, von wo aus die Färöer mit Dänemark und Island verbunden sind, als Teilstück des unterseeischen Kabels von Europa nach Kanada.
Neben dem ehemaligen Monopolisten Tele Føroya gibt es seit 1999 den Wettbewerber Kall als Telekommunikations-Anbieter. Tele Føroya hat Roaming-Abkommen mit T-Mobile, Vodafone, E-Plus und O2, während Kall bisher nur mit O2 kooperiert.
Radio und Fernsehen
Die Färöer haben 13 UKW- und einen Mittelwellensender. Es gibt drei Fernsehsender mit 43 kleineren Verstärkerstationen. Damit können die Färinger seit 1985 Sjónvarp Føroya (SVF) empfangen.
Seit Oktober 2002 gibt es auf den Färöern DVB-T - als erstem Land in Nordeuropa. Inzwischen können so über Televarpið neben SVF 27 ausländische Sender empfangen werden. Ein zweiter färöischer Fernsehkanal ist in Planung.
Das Radioprogramm von Útvarp Føroya (UF) wird dort nicht nur auf UKW ausgestrahlt (und einmal die Woche auch über Mittelwelle in Dänemark), sondern täglich live im Internet. Der Privatsender Rás 2 sendet ebenfalls mit einem Livestream im Internet.
Zeitungen und Newsportale
Die drei wichtigsten Zeitungen der Färöer sind Dimmalætting und Sosialurin aus der Hauptstadt Tórshavn und die Wochenzeitung Norðlýsið aus der Nordinseln-Metropole Klaksvík. Während die Erstgenannten ihre vollständigen Internetausgaben nur für Abonnenten vorhalten, kann das Norðlýsið von Jedermann gelesen werden, der die Sprache versteht, oder sich einfach nur an Bildern erfreuen möchte. Das färöische Radio bietet neben dem Livestream auch wöchentlich aufbereitete Textnachrichten auf englisch an (siehe unten bei den Weblinks).
Wichtigstes Newsportal im Internet ist portal.fo.
Sport
Über 13.000 Färingerinnen und Färinger werden als Aktive in ihren Sportvereinen gezählt. Neben Fußball und Rudern erfreuen sich auf den Färöern vor allem die Hallensportarten Handball, Volleyball und Schwimmen großer Beliebtheit. Organisierter Vereinssport wird darüber hinaus in folgenden Disziplinen betrieben: Turnen, Badminton, Pferderennen, Tischtennis, Leichtathletik und Judo (jeweils über 100 Aktive). Die Färöer bemühen sich um die Aufnahme des IOC, sind aber bisher nur zu den Paralympics angetreten.
Rudern
ParalympicsTraditioneller Nationalsport auf den Färöern ist das Rudern. Jährliches Highlight sind die Regatten am 28. Juli zur Ólavsøka in Tórshavn. Bei dieser abschließenden Regatta der Ruder-Saison werden die nationalen Meister in sechs Klassen ermittelt.
Siehe Hauptartikel: färöischer Rudersport
Fußball
Am 13. Mai 1892 wurde auf den Färöern mit dem TB Tvøroyri der erste Fußballverein gegründet. 1904 folgten HB Tórshavn und KÍ Klaksvík als bis heute erfolgreichste Vereine und ewige Rivalen. Seit 1988 sind die Färöer Mitglied der UEFA und FIFA. Jeder größere Ort verfügt über einen Fußballplatz. Seit dem historischen 1:0 über Österreich 1990 sind die Färöer unter den europäischen Fußballfans bekannt.
Siehe Hauptartikel: färöischer Fußball
Schwimmen
Bei den Paralympics in Seoul 1988 konnten die vier Schwimmerinnen der Färöer sieben Medaillen erkämpfen: darunter eine in Gold – von insgesamt 12 möglichen. Christina Næss stellte damit gleichzeitig einen Weltrekord über 100 Meter Rückenschwimmen in der Klasse C3 auf und holte Silber über 400 Meter Freistil. Bei den Paralympics 1992 in Barcelona konnte Tóra við Keldu an ihre eigenen Erfolge von Seoul anknüpfen und noch mal Silber auf den 100 Metern Freistil holen. Der Medaillienspiegel von Sydney 2000 weist wieder 4 Medaillen für die Färöer aus – alle vom färöischen Schwimmstar Heidi Andreasen gewonnen. Sie wurde 2002 bei der Wahl zur Weltsportlerin des Jahres mit Behinderung zweite.
Schach
Schach hat hier eine Jahrhunderte alte Tradition, und schon frühe Autoren schrieben voller Anerkennung über die Fertigkeiten der hiesigen Spieler, die ihre Figuren in liebevoller Weise schnitzten und ihnen eigene Namen gaben. Die nationalen Schachmeisterschaften haben einen ebenso hohen Stellenwert wie in Island.
Kultur und Bildung
Schach]Die Färöer sind eine eigenständige Kulturnation innerhalb der nordischen Welt. Kulturelles Zentrum ist die Hauptstadt Tórshavn, und dort das markante Haus des Nordens (Norðurlandahúsið) als wichtigster Veranstaltungsort des Landes.
Kettentanz und Balladen
Der färöische Kettentanz mit den dazu vorgetragenen alten Balladen (zum Beispiel die färöischen Sigurdlieder) sind ein Kulturgut ersten Ranges und stehen in Europa alleine da. Kein anderes Land konnte mittelalterliches Brauchtum derart authentisch in die Moderne retten.
Die färöische Sprach
Streymoy
Streymoy []/[] (dänisch: Strømø, deutsche Bedeutung: Strömungsinsel oder Strominsel) ist die Hauptinsel der Färöer im Nordatlantik. Im Süden an der Ostküste liegt die Hauptstadt Tórshavn.
Der Name Streymoy rührt wahrscheinlich von dem Umstand her, dass der lange Sund zwischen Streymoy und der großen Nachbarinsel Eysturoy eine starke Strömung aufweist (bis zu 12 Knoten), die zudem regelmäßig mit den Gezeiten die Richtung ändert, was z.B. unter Kanufahrern geschätzt wird, aber auch nicht ungefährlich ist.
Die Region Streymoy beinhaltet die kleinen Inseln Nólsoy, Hestur und Koltur, die ab dem 1. Januar 2005 in die Kommune Tórshavn eingegliedert werden. Allgemein wird diese Kommune auch als eine eigene Region, Südstreymoy, angesehen, während der Rest der Insel die Region Nordstreymoy bildet.
Zweitgrößter Ort neben Tórshavn ist Vestmanna an der Westküste der Insel. Bedeutende Sehenswürdigkeiten außerhalb der Landeshauptstadt befinden sich in Kirkjubøur (ehemaliger Bischofssitz), Saksun (Sandstrand, historischer Bauernhof) und Tjørnuvík (Sandstrand, Ausblick auf Risin und Kellingin).
Verkehrsanbindung
Alle Orte Streymoys sind an das Straßennetz angebunden, zuletzt bekam Syðradalur an der Westküste 1982 den lange ersehnten Anschluss. Schon vorher gab es die Autobrücke nach Eysturoy, die gerne (scherzhaft) einzige Autobrücke über den Atlantik genannt wird.
Seit 2002 existiert der Vágartunnel zum Flughafen Vágar auf der gleichnamigen Nachbarinsel im Westen. Ab 2004 wird öffentlich darüber nachgedacht, einen weiteren unterseeischen Tunnel zur südlichen Nachbarinsel Sandoy zu graben. Bis dahin wird der Verkehr nach Sandoy von Gamlarætt aus abgewickelt, einem neu entstandenen Hafen, der auch Hestur bedient, und die alte Passage von Tórshavn erheblich verkürzt.
Vom Tórshavner Hafen verkehren im färöischen Regionalverkehr heute nur noch die Personenfähre zur vorgelagerten Insel Nólsoy und die große Autofähre Smyril zur Südinsel Suðuroy. Internationale Seeanbinding genießt Streymoy durch die Norröna, die einmal wöchentlich von Tórshavn nach Dänemark, Shetland, Norwegen und Island fährt.
Atlantic Airways bietet einen Hubschrauber-Liniendienst von Tórshavn zu den entlegensten Orten des Archipels an.
Weblinks
- [http://designphoto.fo/gallery/107.html Designphoto.fo - 360°-Panorama vom Sornfelli] (Java-Applet)
Kategorie:Insel (Färöer)
31. DezemberDer 31. Dezember ist der 365. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 366. in Schaltjahren) - und somit der letzte Tag des Jahres.
Ereignisse
- 1600 - Die Britische Ostindien-Kompagnie wird gegründet.
- 1621 - Der Frieden von Nikolsburg beendet die Auseinandersetzungen zwischen Kaiser Ferdinand II. und Bethlen Gábor, Fürst von Siebenbürgen.
- 1775 - Die Briten besiegen in der Schlacht bei Québec amerikanische Truppen und verhindern damit die Eroberung Kanadas.
- 1851 - Erlassung der Sylvesterpatente in Österreich, in denen das 1849 erlassene Grundrechtspatent wieder aufgehoben wird. Es folgt der Neoabsolutismus.
- 1879 - Thomas Alva Edison führt erstmals in der Stadt Menlo Park (New Jersey) seine elektrische Beleuchtung vor.
- 1946 - Juan Perón wird Staatspräsident Argentiniens, seine Frau Eva Perón First Lady.
- 1948 - Die 100.000. Flugzeuglandung in Berlin seit Errichtung der Luftbrücke
- 1961 - Der Marshallplan läuft aus, nachdem mehr als 12 Milliarden Dollar als Wiederaufbauhilfe für Europa ausgegeben wurden.
- 1972 - Portugal tritt aus der UNESCO aus.
- 1987 - Robert Gabriel Mugabe wird zum Staatsoberhaupt in Simbabwe.
- 1991 - Anerkennung Kasachstans durch Deutschland
- 1991 - Letzter Sendetag des Deutschen Fernsehfunks, des früheren DDR-Fernsehens.
- 1991 - Die Sowjetunion wird offiziell aufgelöst.
- 1993 - Peru gibt sich eine neue Verfassung und wird Republik.
- 1999 - Hama Amadou wird Regierungschef der Rebublik Niger.
- 1999 - Präsident Boris Jelzin tritt zurück und Wladimir Putin wird Präsident Russlands.
- 1999 - Die USA übergeben die Panamakanalzone an Panama.
- 2002 - In Berlin begrüßen ca. 1 Million Besucher auf einer 1,5 km langen Festmeile am Brandenburger Tor das neue Jahr.
Wirtschaft
- 1983 - Die Werft AG Weser muss geschlossen werden, mehr als 2.000 Mitarbeiter verlieren ihren Job
- 2001 - Letzter Tag der Deutschen Mark als gesetzliches Zahlungsmittel in Deutschland.
Wissenschaft, Technik
- 1968 - Das sowjetische Überschallflugzeug Tupolew Tu-144 startet zu seinem Jungfernflug.
- 1986 - Stilllegung der Preßnitztalbahn.
Kultur
- 1842 - Uraufführung der komischen Oper Der Wildschütz von Albert Lortzing am Stadttheater in Leipzig.
- 1935 - Uraufführung der heiteren Oper Die große Sünderin von Eduard Künneke an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin.
- 1939 - Die Wiener Philharmoniker geben ihr erstes Neujahrskonzert.
Religion
- 1946 - Joseph Kardinal Frings hält seine berühmte Silvesterpredigt in Köln-Riehl.
Katastrophen
- 1703 - Erdbeben bei Tokio, Japan. Zerstörung von Odawara, Tokio und anderen Städten, etwa 150.000 Tote
- 1970 - St. Petersburg, Russland. Absturz einer russischen Iljuschin II-18 der Aeroflot. Alle 93 Personen an Bord sterben.
- 1986 - Bei einem Hotelbrand in San Juan (Puerto Rico) sterben 97 Menschen, 140 werden verletzt.
- 2004 - Nach dem Zünden einer Silvesterakete in einer Discothek in Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires kommt es zu einem Brand, in dem etwa 180 Menschen sterben und ca. 400 weitere verletzt werden.
Sport
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- jedes Jahr - Finalspiel beim Eishockeyturnier Spengler Cup in Davos
Geboren
- 1378 - Kalixt III., Papst von 1455 bis 1458
- 1550 - Henri I. de Lorraine, duc de Guise, ältester Sohn von François de Guise und Anne d'Este
- 1571 - Go-Yozei, Kaiser von Japan
- 1668 - Herman Boerhaave, niederländischer Mediziner
- 1718 - Nicolas-Sylvestre Bergier, französischer Theologe
- 1720 - Charles Edward Stuart, im Exil lebender Thronanwärter auf den Thron Großbritanniens und Irlands
- 1738 - Charles Cornwallis, Politiker General
- 1741 - Maria Isabella von Bourbon-Parma, Prinzessin von Bourbon-Parma und Erzherzogin von Österreich.
- 1747 - Gottfried August Bürger, Deutscher Dichter
- 1764 - Johann Albert Eytelwein, Zivilingenieur
- 1796 - Ottilie von Goethe, war die Schwiegertochter von Johann Wolfgang von Goethe
- 1803 - Johann Carl Fuhlrott, deutscher Naturforscher
- 1815 - George Gordon Meade, General der Unionsarmee im amerikanischen Bürgerkrieg
- 1816 - William Gull, wurde verdächtigt, Jack the Ripper zu sein
- 1820 - Helene Demuth, Haushälterin von Jenny und Karl Marx
- 1820 - Nikolai Jakowlewitsch Afanasjew, russischer Violinvirtuose und Komponist
- 1825 - James Hobrecht, deutscher Stadtplaner
- 1838 - Émile Loubet, französischer Staatspräsident 1896-1906
- 1838 - Aimé-Jules Dalou, französischer Bildhauer
- 1842 - Giovanni Boldini, italienischer Portraitmaler
- 1846 - Ferdinand Domela Nieuwenhuis, niederländischer Politiker
- 1848 - Amos Burn, englischer Schachmeister
- 1852 - Carl Friedrich Ludwig Anton Stegmann, klassischer Philologe und Gymnasialdirektor
- 1853 - Jakob Reumann, Politiker
- 1855 - Giovanni Pascoli, italienischer Dichter
- 1864 - Hans am Ende, deutscher Maler
- 1864 - Robert Grant Aitken, US-amerikanischer Astronom
- 1864 - Alessandro Longo, italienischer Komponist und Musikwissenschaftler
- 1869 - Henri Émile Benoît Matisse, Maler
- 1877 - August Frölich, deutscher Politiker
- 1880 - George Marshall, amerikanischer General und Staatsmann
- 1881 - Max Pechstein, deutscher Maler und Graphiker
- 1887 - Willy Römer, Pressefotograf
- 1889 - Marcel Pilet-Golaz, Schweizer Politiker
- 1889 - Adolf Grimme, Politiker
- 1890 - Friedrich Nowack, deutscher Politiker
- 1893 - Friedrich Christian Prinz von Sachsen, war Chef des Hauses Wettin
- 1894 - Pola Negri, polnische Schauspielerin und ein Star des Stummfilms
- 1894 - Ernest John Moeran, britischer Komponist
- 1896 - Carl Ludwig Siegel, deutscher Mathematiker
- 1897 - Else Hueck-Dehio, deutsche Schriftstellerin
- 1898 - Erich Sauer, deutscher Theologe
- 1899 - Silvestre Revueltas, Komponist
- 1902 - Matthias Gleitze, Kommunalpolitiker
- 1903 - Hans Erhard Bock, Deutscher Sportmediziner
- 1904 - Nathan Milstein, amerikanischer Violinist ukrainischer Herkunft
- 1905 - Jule Styne, US-amerikanischer Komponist
- 1905 - Guy Mollet, französischer Politiker
- 1908 - Simon Wiesenthal, österreichischer Schriftsteller und Leiter des jüdischen Dokumentatioszentrums Wien
- 1909 - Ernst Kramer, Architekt und Lokalhistoriker, Mitglied im nationalsozialistischen Fuldaer Heimatbund
- 1910 - Werner Conze, deutscher Historiker und Rektor der Universität Heidelberg
- 1911 - Dinmuhamed Achmedowitsch Kunajew, sowjetischer Politiker
- 1912 - John Dutton Frost, britischer Generalmajor und Luftwaffenoffizier
- 1913 - René Schneider, chilenischer General
- 1918 - Gunder Hägg, schwedischer Leichtathlet
- 1919 - Artur Fischer, Erfinder
- 1920 - Günter Matthes, deutscher Journalist
- 1925 - Irina Korschunow, deutsche Schriftstellerin
- 1925 - Hermann Josef Spital, Bischof von Trier
- 1926 - Hermann Lübbe, Philosoph
- 1927 - Dieter Noll, deutscher Schriftsteller
- 1932 - Mildred Scheel, deutsche Ärztin, Gattin von Walter Scheel und Gründerin der Deutschen Krebshilfe
- 1932 - Felix Rexhausen, deutscher Journalist, Autor und Satiriker
- 1935 - Peter Herbolzheimer, deutscher Posaunist und Bandleader
- 1936 - Siw Malmkvist, Schlagersängerin
- 1937 - Paul Spiegel, deutscher Journalist, Unternehmer und Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland
- 1937 - Nicolas Born, Deutscher Schriftsteller
- 1937 - Anthony Hopkins, britisch-US-amerikanischer Schauspieler
- 1937 - Avram Hershko, israelischer Biochemiker
- 1939 - Peter Camejo, US-amerikanischer Politiker und Umweltschützer
- 1939 - Günter Lehmann, deutscher Professor und Direktor des Europäischen Institut für postgraduale Bildung
- 1941 - Alex Ferguson, schottischer Fußballtrainer
- 1942 - Andy Summers, Englischer Pop- und Rock-Gitarrist
- 1942 - Ferdinand Lacina, österreichischer Politiker
- 1943 - Wolfgang Gerhardt, deutscher Politiker, Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion
- 1943 - Ben Kingsley, Schauspieler
- 1943 - John Denver, US-amerikanischer Country- und Folk-Sänger
- 1943 - Horst Heese, ehemaliger Fußballspieler und Fußballtrainer
- 1944 - Dieter Weirich, ehemaliger Intendant
- 1944 - Taylor Hackford, US-amerikanischer Regisseur und Produzent
- 1945 - Leonard Adleman, Mathematiker und Kryptologe
- 1946 - Ljudmila Alexejewna Pachomowa, russische Eiskunstläuferin
- 1947 - Klaus Hagemann, deutscher Politiker
- 1947 - Gerhard Ludwig Müller, Bischof von Regensburg
- 1948 - Joe Dallesandro, US-amerikanischer Schauspieler
- 1948 - Donna Summer, US-amerikanische Sängerin
- 1949 - Rainer Fetting, deutscher Maler Bildhauer
- 1949 - Bärbel Zieling, ehemalige Oberbürgermeisterin von Duisburg
- 1950 - Karl Addicks, deutscher Politiker
- 1950 - Inge Helten, deutsche Leichtathletin und Olympionikin
- 1950 - Carl-Hubertus von Butler, deutscher General
- 1951 - Hartmut Möllring, niedersächsischer Politiker
- 1951 - Kenny Roberts, US-amerikanischer Motorradrennfahrer
- 1951 - Barbara Carrera, Schauspielerin, Model
- 1951 - George Thorogood, US-amerikanischer Bluesrock-Musiker
- 1953 - Jane Badler, US-Amerikanische Schauspielerin
- 1955 - Stephan Krawczyk, Deutscher Liedermacher und Schriftsteller
- 1955 - Gregor Braun, deutscher Radrennfahrer
- 1956 - Christine Scheel, deutsche Politikerin
- 1956 - Helma Knorscheidt, deutsche Leichtathletin
- 1957 - Fabrizio Meoni, italienischer Motorradfahrer, starb bei der Rallye Dakar
- 1958 - Uwe Scholz, deutscher Choreograf und Ballettdirektor
- 1959 - Val Kilmer, US-amerikanischer Schauspieler
- 1959 - Konstanze Breitebner, österreichische Schauspielerin
- 1961 - Rainer Ernst, ehemaliger deutscher Fußballspieler
- 1962 - Traudl Hächer, deutsche Skirennläuferin
- 1962 - Katy Karrenbauer, Schauspielerin
- 1963 - Ahmed Almaktoum, Sportschütze aus den Vereinigten Arabischen Emiraten
- 1965 - Nicholas Sparks, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1965 - Gong Li, chinesische FilmSchauspielerin
- 1968 - Nina Kraft, deutsche Triathletin
- 1969 - Claudia Kleinert, TV-Moderatorin
- 1971 - Lukas Bärfuss, Schweizer Schriftsteller
- 1972 - Mathias Hain, deutscher Fußballspieler
- 1972 - Joey McIntyre, US-amerikanischer Sänger
- 1974 - Bastian Böttcher, Der erste deutschsprachige Rap-Poet
- 1974 - Mario Aerts, belgischer Radrennfahrer
- 1981 - Tobias Rau, Deutscher Fußballspieler
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